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Neuerungen ab 2020 - Was ihr alles wissen müsst!

Plastiktütenverbot

Die Bundesregierung will Plastiktüten ab 2020 verbieten und hat dazu ein neues Gesetz in Gang gebracht. Allerdings müssen die Plastiktüten nicht zum 1. Januar aus dem Handel genommen werden. Geplant ist eine Übergangsfrist von sechs Monaten.

 

Bisher gab es die freiwillige Vereinbarung, Geld für Plastiktüten zu verlangen. Das neue Gesetz soll diese Vereinbarung nun ablösen. Wer nach Ablauf der Übergangsfrist gegen das neue Gesetz verstößt, dem kann ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro drohen.

Mehrwertsteuer sinkt

 

Die Mehrwertsteuer für bestimmte Produkte sinkt. Zum Beispiel werden Hygiene-Artikel nichtmehr mit 19% versteuert, sondern nur noch mit 7%. Auch E-Paper und E-Books sollen von der Senkung betroffen sein.  

KFZ-Versicherung

Ab 2020 wird es für ca. neun Millionen Autofahrer neue Regionalklassen bei der Kfz-Versicherung geben.

5,1 Millionen Autofahrer werden demnach in eine preisgünstigere Regionalklasse in der Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung eingestuft. Für 4,2 Millionen Autofahrer wird es allerdings teurer. In der Kaskoversicherung werden 2,8 Millionen Versicherte in eine günstigere Regionalklasse und 3,3 Millionen Versicherte in eine teurere Regionalklasse eingestuft.

Die Regionalklasse basiert auf der Schadensbilanz einer Region. Erfolgen in einer bestimmten Region viele Autounfälle, werden Autofahrer dort in eine teure Regionalklasse eingestuft - und umgekehrt. Die Regionalklassen werden jedes Jahr vom GDV neu berechnet.

 

 

Steuern auf Flugtickets

Die Bundesregierung will auf Grund des Klimaschutzes die Steuern auf Flugtickets erheben. Ab dem 1. April 2020 sollen Flüge im Inland und in EU-Staaten um mehr als fünf Euro auf 13,03 Euro pro Ticket teurer werden. Für längere Flüge bis 6000 Kilometer wird der Preis um knapp 10 Euro auf 33,01 Euro teurer. Bei noch weiteren Flügen wird mit einem Plus von 18 Euro noch mehr fällig: Insgesamt beläuft sich die Luftverkehrsabgabe bei Fernflügen dann auf 59,43 Euro.

 

Urlauber, die bereits vor dem April ihren Flug gebucht haben, müssen die höheren Abgabe aber nicht zahlen. Das stellte der Deutsche Reiseverband (DRV) klar.

Wohngeld

 

Rund 660.000 Haushalte können sich auf mehr Wohngeld ab 1. Januar 2020 freuen. Die Bundesregierung möchte Haushalte mit geringem Einkommen künftig noch intensiver bei den Wohnkosten entlasten. Das Wohngeld wird als Zuschuss zur Miete gezahlt. Die Höhe des Wohngelds richtet sich nach der Haushaltsgröße, dem Einkommen und der Miete beziehungsweise der Belastung. Es wird in der Regel zwölf Monate bewilligt, und muss nach diesem Zeitraum erneut beantragt werden.

Betriebsrente

Bei der Betriebsrente soll es ab 1. Januar einen Freibetrag von 159,25 Euro für die Krankenkassenbeiträge geben. Erst wenn die Betriebsrente höher ist, fallen Krankenkassenbeiträge an.

Ungefähr 60 Prozent der Betriebsrentner bekommen weniger als 318 Euro. Sie werden also ab Januar 2020 höchstens noch den halben Krankenkassenbeitrag zahlen und somit deutlich entlastet. Die anderen 40 Prozent der Betriebsrentner werden auch von dieser Entlastung profitieren.

 

 

Arbeitslosenversicherung

 

Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung sinkt zum 1. Januar 2020 um 0,1 Prozent auf 2,4 Prozent. Arbeitgeber und Beschäftigte werden somit um jeweils 600 Millionen Euro pro Jahr entlastet. Allerdings gilt der neue Beitragssatz nur bis zum 31. Dezember 2022. 

Beitragsbemessungsgrenze

 

Zum 1. Januar gelten bei der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung neue Beitragsbemessungsgrenzen. So steigt die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von 54.450 Euro auf 56.250 Euro pro Jahr. Bis zu dieser Höhe wird das Einkommen bei der Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge berücksichtigt. 

Erhöhung des Gesetzlichen Mindestlohns & Mindestlohn für Auszubildende

Zum 1. Januar 2020 steigt der gesetzliche Mindestlohn für Arbeitnehmer. Somit hat jeder Arbeitnehmer einen Anspruch auf 9,35 Euro pro Stunde.

Achtung:

Im neuen Jahr bekommen auch Auszubildende erstmals einen eigenen Mindestlohn!

Zum 1. Januar 2020 müssen Betriebe ihren Auszubildenden mindestens 515 Euro pro Monat zahlen.

 

 

 

Wir wünschen euch einen tollen Start in das Jahr 2020!