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Corona-Fakten und Hilfestellungen für Unternehmen

Zuletzt aktualisiert: 07.04.2020, 07:05 Uhr

 

Der Coronavirus trifft Selbstständige und Unternehmen besonders hart. Eine Umfrage von Jimdo hat ergeben, dass 77% der Unternehmen ihre Existenz gefährdet sehen. Um diese Ängste abzumildern, haben Bund und Länder mehrere Milliarden bereit gestellt, um krisenbedingte Liquiditätsengpässe abzufedern. 

Aufgrund der hohen Informationsflut und der sehr dynamischen Änderungsfrequenz möchten wir auf dieser Seite über wichtige Fakten und Hilfestellungen für Unternehmen informieren. Viele Anfragen von unseren Kunden und Geschäftspartnern sind Ursprung dieses Blogs. Aktuell befinden wir uns in diversen Absprachen mit unseren Geschäftspartnern, um unseren Kunden versicherungstechnisch weiterhelfen zu können. 

Diese Seite aktualisieren wir mehrmals täglich. 

Interaktive Karte zu den Corona-Fallzahlen

Wie bekommen Selbstständige, Einzelunternehmer, Freiberufler Unterstützung? Wie genau sehen die Hilfspakete aus?

Land Baden-Württemberg: Seit dem 25.03.2020 kann man Soforthilfe beantragen

 

Baden-Württemberg möchte den Kleinunternehmen, Solo-Selbstständigen und Freiberuflern mit direkten Zahlungen unter die Arme greifen. 

Die Zuschusshöhe schlüsselt sich wie folgt auf:

  • Solo-Selbstständig und Firmen mit bis zu 5 Mitarbeitern: 9.000 € 
  • Firmen mit bis zu 10 Beschäftigten: 15.000 €
  • Firmen mit bis zu 50 Beschäftigten: 30.000 € 

Die Höhe der Fördergrenze entspricht dem unmittelbar infolge der Corona-Pandemie verursachten Liquiditätsengpass. 

Update vom 30.03.2020: Das Privatvermögen wird nicht geprüft. 

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Antrag Soforthilfe - BaWü
200325_Antrag_Soforthilfe-Corona_BW.pdf
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Staatliche Hilfen: Die Bundesregierung sagt den betroffenen Unternehmen Unterstützung zu

Das Bundesfinanzministerium und das Bundeswirtschaftsministerium haben am Freitag, den 13. März ein umfassendes Maßnahmenpaket für Unternehmen beschlossen. Dieser „Schutzschild“ ruht auf vier Säulen. 

 

1. Erleichterung der Kurzarbeit

2. Mehr Flexibilität bei Steuern

3. Hilfspaket in Milliardenhöhe

4. Stärkung des EU-Zusammenhalts


Update: KfW-Schnellkredit

Pressemitteilung vom 06.04.2020 / KfW, Inlandsförderung

Die Bundesregierung spannt einen weiteren umfassenden Schutzschirm für den Mittelstand angesichts der Herausforderungen der Corona-Krise. Auf Basis des am 03.04.2020 von der EU-Kommission veröffentlichten angepassten Beihilfenrahmens (sog. Temporary Framework) führt die Bundesregierung umfassende KfW-Schnellkredite für den Mittelstand ein.

 

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft und gerade in dieser Krise besonders betroffen. Deshalb ist es entscheidend, dass wir diese einzigartige Substanz und Breite erhalten, um nach der Krise wieder durchstarten zu können. 99,5 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind Mittelständler. Sie erwirtschaften rund 35 Prozent des gesamten Umsatzes, stellen knapp 60 Prozent aller Arbeitsplätze und über 80 Prozent aller Ausbildungsplätze. Daher spannen wir einen weiteren umfassenden Schutzschirm für unsere Mittelständische Wirtschaft. Wir werden einen KfW-Schnellkredit einführen, bei dem der Staat 100% der Kreditrisiken übernimmt. Die Kreditlaufzeiten werden auf 10 Jahre verlängert.“

 

Bundesfinanzminister Olaf Scholz: „Für diese Pandemie gibt es keine Blaupause. Als Bundesregierung müssen wir entschlossen und kraftvoll agieren - und die Situation ständig genau beobachten. Mit dem KfW-Schnellkredit legen wir jetzt ein weiteres Programm auf, das neben die bereits bestehenden Angebote tritt. Es wendet sich an kleinere und mittlere Firmen und Betriebe, die jetzt sehr sehr rasche Unterstützung benötigen und auf andere Bedingungen abstellt als unsere anderen Hilfen, die natürlich fortbestehen."

 

KfW-Vorstandsvorsitzender Dr. Günther Bräunig: „Durch die 100-prozentige Haftungsfreistellung und den Verzicht auf eine übliche Risikoprüfung wird sichergestellt, dass diejenigen Unternehmen, die nur durch die Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind, rasch einen Kredit bekommen. Wir rechnen mit sehr vielen Anträgen und werden zusammen mit den Banken und Sparkassen alles dafür tun, die technischen Voraussetzungen für eine schnelle Auszahlung zu schaffen.“

 

Die KfW-Schnellkredite für den Mittelstand umfassen im Kern folgende Maßnahmen:

Unter der Voraussetzung, dass ein mittelständisches Unternehmen im Jahr 2019 oder im Durchschnitt der letzten drei Jahre einen Gewinn ausgewiesen hat, soll ein „Sofortkredit“ mit folgenden Eckpunkten gewährt werden:

 

  • Der Schnellkredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind.
  • Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu 3 Monatsumsätzen des Jahres 2019, maximal € 800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal € 500.000 für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.
  • Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.
  • Zinssatz in Höhe von aktuell 3 % mit Laufzeit 10 Jahre.
  • Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100% durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes.
  • Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.

Der KfW-Schnellkredit kann nach Genehmigung durch die EU-Kommission starten.

Weiterführende Infos gibt es hier auf der Seite der KfW.

Bundesregierung beschließt umfangreiches Rettungspaket

Ausführliche Infos zum Maßnahmenpaket findet Ihr in der Stellungnahme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

 

Update vom 23.03.2020: Das Kabinett hat ein umfangreiches Rettungspaket verabschiedet. Bundestag (am Mittwoch) und Bundesrat (am Freitag) müssen noch zustimmen. Dieses Hilfspaket ist beispiellos und soll all diejenigen, welche durch die Coronakrise in eine existenziell bedrohliche Lage kommen, unterstützen. 

Folgende Maßnahmen sind geplant:

 

  • Kleine Firmen und Solo-Selbstständige sollen über drei Monate direkte Zuschüsse von bis zu 15.000 Euro erhalten. Insgesamt sind hierfür 50 Milliarden Euro eingeplant.
  • Über einen Stabilisierungsfonds sollen Großunternehmen mit Kapital gestärkt werden. Notfalls kann sich der Staat an den Firmen beteiligen. Insgesamt sind 400 Milliarden Euro für Kreditgarantien und 100 Milliarden Euro für Unternehmensbeteiligungen einkalkuliert. 
  • Am Montag (23.03.2020) startete ein Sonderkreditprogramm der Förderbank KfW. Über die KfW kann man eine entsprechende Liquiditätshilfe beantragen. 100 Milliarden Euro stehen zur Verfügung. 
  • Vermieter sollen den Mietern, welche aufgrund der aktuellen Krise die Miete nicht bezahlen können, nicht kündigen können.
  • Bei der Beantragung von Arbeitslosengeld II soll ein halbes Jahr auf Vermögensprüfung und die Prüfung der Wohnungsmiete verzichtet werden.
  • Es soll erweiterte Regelungen zur Kurzarbeit geben. Arbeitgebern wird es einfacher gemacht, die Mitarbeiter leichter zu halten - um diese nicht direkt in die Arbeitslosigkeit zu schicken.
  • Deutschlands Krankenhäuser sollen mit zusätzlichen 3 Milliarden Euro unterstützt werden.
  • Der Bund soll mehr Kompetenzen beim Seuchenschutz erhalten. 
  • Vereine und Unternehmen können ihre Haupt- und Jahreshauptversammlung online abhalten.

Laut Finanzminister Scholz umfasst das Hilfspaket insgesamt 750 Milliarden Euro. 

Weitere Infos zu diesem Rettungspaket gibt es hier.  

 

Update vom 18.03.2020: Die Politik und Sozialpartner wollen Lohnlücken beim Kurzarbeitergeld gemeinsam abfedern. Das sagte Arbeitsminister Hubertus Heil am Mittwoch nach einem Spitzentreffen. Außerdem sollen ,,unverhältnismäßige Lohneinbrüche'' bei einem Arbeitsausfall wegen notwendiger Kinderbetreuung vermieden werden. ,,Wir werden dazu Gesetzte machen'' sagte Heil. Am Donnerstag wird man hierzu innerhalb der Bundesregierung sprechen und in der kommenden Woche im Bundestag beraten. Das Kabinett werde voraussichtlich am Montag einen Gesetzentwurf auf den Weg bringen.  

  

Bund und Länder gewähren steuerliche Entlastungen und Lockerungen bei Kurzarbeit

Angesichts der Krise ist für Unternehmen und Selbstständige jetzt die Erhaltung von ausreichender Liquidität oberste Priorität. Neben Finanzhilfen und Fördermitteln sind auch steuerliche Maßnahmen und das Instrument der Kurzarbeit besonders wichtig um aktuell die Finanzen zusammenzuhalten.

Hier gibt es verschiedene Optionen. Steuervorauszahlungen, die aktuell getätigt werden müssen, sollten herabgesetzt oder gar ausgesetzt werden. Eine in der Regel zinslose Stundung von Steuern ist für Unternehmen möglich, die durch die Corona-Krise finanzielle Engpässe erfahren. Es muss zwar ein Nachweis der finanziellen Verluste durch die aktuelle Situation erfolgen, aber im BMF-Schreiben heißt es explizit, dass „Anträge nicht deshalb abzulehnen“ sind, weil „die Steuerpflichtigen den entstandenen Schaden wertmäßig im Einzelnen nicht nachweisen können“ und keine strenge Prüfung der Anforderungen erfolgen soll.

 

Steht der Betrieb still oder muss das Unternehmen coronabedingt schließen, so kann unter erleichterten Bedingungen zudem Kurzarbeit angemeldet werden, was zur wirtschaftlichen Entlastung und zum Schutz von Arbeitsplätzen beitragen soll. Die Bedingungen für Kurzarbeit wurden hier erleichtert, so dass eine Anmeldung schon möglich ist, wenn nur 10 % der im Betrieb Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind. Der Arbeitgeber muss dies bei der zuständigen Agentur für Arbeit anzeigen, bevor dann Kurzarbeitergeld von den Arbeitnehmern beantragt werden kann. Dies beträgt 60 oder 67% des aktuellen Lohns. Zudem erstattet die Bundesagentur für Arbeit bei Kurzarbeit die Sozialversicherungsbeiträge zu 100%.

Zur Sicherung von Liquidität sollten Unternehmen zudem prüfen, ob weitere Sonderregelungen greifen (z.B. Aussetzung von Insolvenzanmeldung, Beantragung von Entschädigungen) und ob es aktuell Fördermittel (Soforthilfe vom Land, Kredite über KfW und L-Bank) zur Überbrückung der schwierigen Situation gibt.

Mehr Infos über steuerliche Maßnahmen und Möglichkeiten Liquidität zu schaffen, geben aktuell auch Ihre Steuerberater.

 

 

Alle wesentlichen Infos zusammengefasst gibt es z.B. bei Himmelsbach & Streif GmbH auf der Corona-Sonderseite: Himmelsbach & Streif zur Coronakrise. 

Eine Übersicht der steuerlichen Hilfen gibt es hier. 

Bundesregierung beschließt weitere Maßnahme: Kontaktverbot im öffentlichen Raum

Die Bundesregierung vereinheitlicht die teilweise landesweit bereits beschlossenen Maßnahmen auf Bundesebene. Darüber hinaus gilt an den öffentlichen Orten ein Kontaktverbot. Man darf nur noch alleine, zu zweit oder der Kernfamilie unterwegs sein. Weitere Infos findet ihr hier.

Stadt Freiburg: Das Betreten öffentlicher Orte ist untersagt

Ab Samstag, den 21.03.2020 ist das Betreten von öffentlichen Orten untersagt. Zu den öffentlichen Orten zählen unter Anderem: Straßen, Gehwege, Wege, Plätze, öffentliche Grünflächen und Parks. 

Das Haus soll nur noch zu dringend notwendigen Anlässen verlassen werden. Das sind:

 

  • Lebensmitteleinkäufe
  • Weg zur Arbeit
  • Hilfeleistungen für unterstützungsbedürftige Personen
  • Weg zur Unterbringung von Kinden in Betreuung

 

Im Freien darf man sich nur noch alleine, zu zweit, oder mit den Personen, die im eigenen Haushalt leben, aufhalten. Die Maßnahme gilt für zwei Wochen bis zum 03.04.2020

Weitere Informationen zur Maßnahme der Stadt Freiburg gibt es hier!

 

Land Bayern: Milliardenhilfe für Unternehmen

Der Freistaat Bayern stellt 10 Milliarden Euro zur Unterstützung der Wirtschaft zur Verfügung. Außerdem wird die Schuldenbremse außer Kraft gesetzt.

Für kleine Unternehmen wird ein Härtefallfonds eingerichtet, so der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. Bei großen Betrieben könne der Freistaat direkt intervenieren, Banken sollten keine Kredite mehr an die betreffenden Unternehmen vergeben können. Das heißt: Im Zweifel könnten bayerische Unternehmen teils kurzzeitig verstaatlicht werden.

 

Update vom 18.03.2020: Soforthilfe für existenziell bedrohte Firmen. Liquiditätsengpässe können durch die Beantragung der finanziellen Soforthilfe überbrückt werden.

Die Höhe der Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen:

 

  • bis zu 5 Erwerbstätige: 5.000 €
  • bis zu 10 Erwerbstätige: 7.500 €
  • bis zu 50 Erwerbstätige: 15.000 €
  • bis zu 250 Erwerbstätige: 30.000 €

Weitere Infos zur Soforthilfe, sowie die Förderanträge könnt Ihr hier einsehen. 

Weitere Überbrückungshilfen: KfW-Kredite, Bürgschaften und Finanzierungen

Aktuell stehen Unternehmen bereits verschiedene Fördermaßnahmen zur Verfügung. Diese wurden jedoch nicht alle extra für die Corona-Krise geschaffen.

Die KfW vergibt zum Beispiel Kredite zu besonderen Konditionen und sichert aktuell die Liquidität von Unternehmen mit Engpässen. Am besten könnt ihr euch über die verschiedenen KfW-Corona-Hilfen auf dieser Website informieren.

Ebenso können auch Landesförderinstitute zum Beispiel Bürgschaften übernehmen.

 

 

Update vom 18.03.2020: Ab sofort können Hilfskredite bei der KfW und L-Bank beantragt werden. Mit unserer Tochterfirma BankenPilot unterstützen wir in Zusammenarbeit mit einer Hausbank hinsichtlich der Beantragung der Hilfskredite.

Ab der KW 13 soll es speziell ausgerichtete Corona-Soforthilfskredite geben. Bei Bedarf kann man sich gerne an uns wenden.

 

Weitere Infos zu den KfW-Krediten gibt es hier! 

Weitere Infos zu den Corona-Hilfen der L-Bank gibt es hier!

 

Weitere Informationen über aktuelle Unterstützungsangebote findet ihr in diesem Dokument des BMWi.

Sparmaßnahmen ohne Entlassungen: Erleichterung der Kurzarbeit

Falls ihr in eurem Unternehmen Mitarbeiter beschäftigt, kann Kurzarbeit eine Entlastung bringen. Der Vorteil: Ihr könnt eure Mitarbeiter weiterhin beschäftigen, spart jedoch erheblich bei den Lohnkosten.

Bisher konnten Betriebe Kurzarbeit erst dann beantragen, wenn mindestens ein Drittel der Belegschaft von einem Arbeitsausfall betroffen war. Nach einem Beschluss der Bundesregierung ist das nun bereits bei zehn Prozent möglich.

Bei Kurzarbeit könnt ihr die Arbeitszeit euer Angestellten so weit wie nötig reduzieren. Sogar bis auf null Stunden.

Für die gestrichene Arbeitszeit werden die Mitarbeiter vom Staat mit 60 Prozent des pauschalierten Nettolohns entschädigt – 67 Prozent, wenn sie ein oder mehrere Kinder haben.

 

Ein Beispiel zur Anschaulichkeit: Ein Angestellter bekommt normalerweise 2.500 Euro netto. Würde er gar nicht mehr arbeiten, bekäme er vom Staat ungefähr 1.650 Euro netto. Arbeitet er die Hälfte der Zeit, zahlt ihr ihm dafür auch die Hälfte seines normalen Gehalts. Für die verbliebene Hälfte springt der Staat ein.

 

 

Mehr Informationen zum Thema Kurzarbeit gibt es auf der Website der Bundesagentur für Arbeit.

Hilfestellungen durch die Bundesagentur für Arbeit

Sollten eure Aufträge so weit zurückgehen, dass ihr nicht mehr von eurem Einkommen leben könnt, gibt es auch Hilfe von der Bundesagentur für Arbeit bzw. den Jobcentern. Grob zusammengefasst gibt es hierbei zwei Möglichkeiten:

 

  • Arbeitslosenversicherung für Selbstständige. Diese Versicherung könnt ihr nur in den ersten drei Monaten eurer Selbstständigkeit abschließen. Habt ihr das getan und auch fleißig Beiträge bezahlt, könnt ihr euch arbeitslos melden, wenn die Aufträge komplett ausbleiben. Die Höhe des Arbeitslosengeldes hängt dabei von eurer Qualifikation und eurer Beschäftigung ab. Ebenso spielt eine Rolle, ob ihr zuvor als Angestellter einbezahlt habt.
  • Wichtig: Meldet ihr euch arbeitslos, dürft ihr abgesehen von einer Nebentätigkeit auch nicht arbeiten – selbst wenn wieder Aufträge vorhanden sind. Gibt es wieder etwas zu tun, müsst ihr die Arbeitslosigkeit beenden und bekommt somit auch kein Arbeitslosengeld mehr.
  • Grundsicherung für Selbstständige. Habt ihr zwar etwas zu tun, doch euer Einkommen reicht nicht zum Leben, dann könnt ihr Grundsicherung beantragen – auch bekannt als Arbeitslosengeld II bzw. Hartz IV. Die Höhe wird individuell berechnet und hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Am besten sprecht ihr dazu direkt mit eurem Kundenberater bei der Agentur.

 

Mehr Infos zu diesen Leistungen findet ihr auf der Website der Bundesagentur für Arbeit

Schließung von Schulen und Kitas: Bedeutung für Selbstständige?

Für die kommenden Wochen haben bereits fast alle Bundesländer eine Schließung von Kitas und Schulen beschlossen, um die Corona-Verbreitung zu verlangsamen. Die Kinderbetreuung stellt Selbstständige und Inhaber von kleinen Unternehmen vor eine zusätzliche Herausforderung.

 

Die Kitas und Schulen bieten in den meisten Fällen eine Notbetreuung an, die jedoch auch nur in Ausnahmefällen in Anspruch genommen werden soll. Grundsätzlich müsst ihr euch daher auch als Selbstständige selber um die Kinderbetreuung kümmern.

 

 

Es wird zudem davon abgeraten, die Kinder von den Großeltern beaufsichtigen zu lassen, um die Ansteckungsgefahr für die Risikogruppe der älteren Menschen zu minimieren.

Worauf muss man achten, wenn man aufgrund von Corona selbst nicht mehr arbeiten kann?

Im Allgemeinen gibt es zwei Gründe, warum ihr als Selbstständiger wegen des Coronavirus nicht mehr arbeiten könnt: Ihr seid selbst am Coronavirus erkrankt oder werdet als Verdachtsfall eingestuft.

Dann gibt es folgende Möglichkeiten:

 

  • Ihr seid selbst erkrankt: Dieser Fall ist für euch nicht anders, als würdet ihr mit einer anderen Krankheit zu Hause bleiben müssen. Ihr könnt nicht arbeiten und verdient somit auch nichts. Ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit würdet ihr gesetzliches Krankengeld erhalten. Eine so lange Erkrankung ist jedoch gar nicht zu erwarten.
  • Ihr seid in Quarantäne: Seid ihr in häuslicher Quarantäne, könnt aber ganz normal am eigenen PC arbeiten, ändert sich für euch nichts. Denn schließlich verdient ihr weiterhin euren Lebensunterhalt.
  • Wichtig: Anders sieht es aus, wenn die Quarantäne euch davon abhält, eurem Beruf nachzugehen. In diesem Fall greift das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen. Danach steht euch eine Entschädigung für eure Verdienstausfälle zu. Der Staat zahlt euch eine monatliche Summe, die sich an eurem letzten Jahreseinkommen orientiert.

Weiterführend Infos erhaltet Ihr hier im Tagesschau-Artikel.

Falls Ihr detaillierte Fragen zum Thema Corona und Quarantäne hat, gibt euch das örtliche Gesundheitsamt Auskunft 

 

Was passiert, wenn Angestellte ausfallen?

Hat sich einer eurer Angestellten den Coronavirus eingefangen, ist die Sache klar. Er oder sie ist krank und bekommt weiterhin seinen bzw. ihren Lohn ausgezahlt.

 

Ist die Person gesund, muss aber in Quarantäne, gelten dieselben Bestimmungen wie für euch. Kann sie ganz normal weiterarbeiten, dann muss sie das auch. Kann sie das nicht, dann greift auch hier das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen. In dieser Situation übernimmt der Staat die Entschädigung.

 

Aus reiner Angst vor dem Coronavirus dürfen Angestellte übrigens nicht zu Hause bleiben oder gar die Arbeit verweigern. Sind sie gesund, sind sie euch als Arbeitgeber verpflichtet und müssen wie gewohnt ihren Job machen. Sonst drohen arbeitsrechtliche Konsequenzen.

 

 

Zusätzliche Antworten und Informationen findet ihr auf dieser Website des ZDF.

Allgemeine Infos zum Coronavirus

 

Auf diesen Seiten findet ihr weitere Informationen:

Links zum Mitmachen!

 

Focus Online hat gemeinsam mit BurdaForward die Initiative ,,Corona Care'' gegründet. Über dieses Programm werden die Bürger darüber informiert, wie sie sich während dieser Krise solidarisch verhalten und hilfsbedürftige Menschen unterstützen können. Weitere Informationen könnt Ihr hier einsehen. 

 

Darüber hinaus gibt es mittlerweile viele regional strukturierte Hilfsprojekte, wie beispielsweise durch Kommunen organisierte Einkaufsservices. 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Fabio (Montag, 06 April 2020 08:46)

    Guren tag mein frau ist krank seit 1jahr ich arbeit allein. Ich ha ben kredit bezahle miete auto rate was soll ich machen

  • #2

    Karkossa GmbH (Montag, 06 April 2020 08:56)

    @Fabio: Bitte melden Sie sich bei uns, wir versuchen dann Ihnen weiterzuhelfen.
    Viele Grüße
    Karkossa GmbH